Warum ich heute blogge Part II

Nachdem seit der Veröffentlichung von „wie alles begann und warum ich heute blogge Part I“ etwas Zeit vergangen ist, ist es nun an der Zeit, die Geschichte fortzuschreiben. Warum ich Janina loves gründete erfahrt ihr im folgenden Text: Warum ich heute blogge Part II.

Warum ich heute blogge Part II

Warum ich heute blogge Part II

Ich fand mich also nach meinem Studium in einem Vollzeitjob in einer großen Firma wider und fand es dort zunächst auch ganz toll. Das große Gebäude und die schicke Rezeption haben mich als erstes beeindruckt. Man fand dort hauptsächlich junge und sehr freundliche Mitarbeiter(innen) vor, die immer ganz nett im Vorbeigehen „Hallo“ oder „Morgen“ sagten. Während meiner Einarbeitung hatten wir tolle, professionelle Trainings und Workshops und ich dachte mir „Wow, ich bin hier Teil von etwas ganz Großen“. Ich meine, bei vielen anderen Firmen bekommt man ja noch nicht mal eine Einarbeitung… Eine nette und sympathische Trainerin versicherte mir und ein paar anderen jungen Mädels, dass es die Hauptsache ist, dass wir in dieser Firma „erstmal einen Fuß in der Tür haben“ und wenn wir uns nicht ganz blöd anstellen, kommen wir da auch gut weiter.

Nachdem ich die ersten 2 Monate meinen neuen Job voller Euphorie und Stolz angetreten habe, rückte das erste Motivationstief an. Es war Januar, das ganze Jahr stand einem bevor und auf der Arbeit war täglich die Hölle los. Während bei uns im Büro bereits die große Krankenwelle ausgebrochen war, schleppte ich mich zur Arbeit, auch wenn es mir nicht so gut ging. Nun gab es aber etwas Tolles auf der Arbeit: einen von Google eigens durchgeführten Workshop zum Thema SEO (ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Thema, es war aber so etwas in der Art). Das ließ mein altes Blogger und Marketing Herz höher schlagen! Ich meldete mich für diesen Workshop  an und zählte zu den glücklichen Teilnehmern, die für die Teilnahme ausgewählt worden sind. Allerdings wurde mir intern in meiner Abteilung untersagt, an dem Workshop teilzunehmen, weil bei uns so viel los war und somit ich musste den Workshop absagen. Ich war wirklich enttäuscht und hatte erstmal gar keinen Bock mehr auf die Arbeit. Wozu arbeitet man bei einer namenhaften Firma, wenn man dessen Vorteile nicht nutzen kann/darf? Damals war ich darüber entsetzt, heute weiß ich: den meisten Firmen liegt gar nichts daran, ihre Mitarbeiter zu fördern. Ich war jedoch wirklich davon überzeugt, wenn ich etwas durchhalte, in dieser Firma aufzusteigen und es dort zu etwas zu bringen. Auf Grund des geregelten Tagesablaufes, den der Vollzeitjob mit sich brachte, konnte ich mich endlich bei einem Spanischkurs an der Volkshochschule anmelden, was ich mir nach meinem Aufenthalt in Chile schon lange vorgenommen hatte. Sprachen sind schließlich wichtig, haben sie uns gesagt. 1,5 Jahre bin ich jeden Dienstag nach der Arbeit zum Spanischkurs und habe sonntags meine dazugehörigen Hausaufgaben gemacht. Der Kurs und das Lernen hat mir wirklich Spaß gemacht und meine Motivation trieb mich weiter vorran. Als erfolgreicher Manager sollte man neben Englisch natürlich auch noch gute Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache haben, oder?

Warum ich heute blogge Part II

Warum ich heute blogge Part II

Zurück zum Job: da wir damals nur 1-Jahres-Vertäge bekommen haben (jedoch mit einer Kündigungszeit jeweils nur zum Quartal) machte ich mich ab Juli wieder daran, Bewerbungen zu schreiben. Ich hatte recht schnell ein paar Vorstellungsgespräche. Einmal als Reisejournalist für ein Online Magazin, dann als Marketingassistent bei einem Modelabel und als SEO Trainee bei einer „dynamischen“ Agentur. Die Gespräche liefen geht so bis schlecht. Überall suchte man jemanden mit mehr Erfahrung, man will schließlich neue Leut nicht einarbeiten. Eine Frage, die mir jedes Mal gestellt wurde war: „Warum wollen Sie denn schon nach weniger als einem Jahre ihre aktuelle Firma wieder verlassen?“.  Ein Geschäftsführer fragte mich sogar: „Wollen Sie uns etwa auch schon wieder nach 1 Jahr verlassen?“. Firmen in Hannover sind wirklich konservativ bis zum geht nicht mehr. Ich bekam von allen Firmen eine Absage. Nicht, dass ich nach diesen Gesprächen noch Lust gehabt hätte, für diese zu arbeiten. Ich finde, Firmen sollten bei Vorstellungsgesprächen auch darauf achten, sich positiv darzustellen. Sie wollen ja immerhin auch was und hinterlassen ein nachhaltiges Bild von sich. Nun ja, mein 1-Jahres-Vertrag wurde schließlich nochmal um 1 Jahr verlängert und ich war restmal aus dem Schneider.

Ich schaute weiter nach Jobs und schrieb ab und an an meinen Wochenenden Bewerbungen. Einmal bekam ich z.B. von einer Firma eine Aufgabe geschickt und habe meinen halben Sonntag damit verbracht, diese fertigzustellen. Die Absage ließ danach nicht lange auf sich warten.  Ich klammerte mich lange Zeit an die Hoffnung, dass sich intern in meiner Firma etwas ergeben müsste. Vergebens. Es ist ja tatsächlich oft so, dass Stellen bereits besetzt sind, bevor die Stelle überhaupt ausgeschrieben wird. Letztendlich bekommt sowieso fast immer jemanden den Posten, der bereits intern in der Abteilung beschäftigt gewesen ist.

Warum ich heute blogge Part II

Warum ich heute blogge Part II

DER WENDEPUNKT

Nachdem ich im Februar 2017 aus dem Karibikurlaub zurückkam, wurde ich erstmal krank. Klimaanlage, Klimawechsel, ihr wisst schon… Ich verbrachte nach meinem Urlaub 1-2 Wochen zu Hause und diese Freizeit ließ mich resümieren. Ich ging in mich und überlegte, was ich machen sollte, denn so konnte es irgendwie nicht mehr weitergehen. Ich wollte gern in Richtung Online Marketing gehen, aber ohne mehrjährige Berufserfahrung kann man das ja bekanntlich vergessen. Also überlegte ich mir, einen Blog zu starten, den ich dann bei Bewerbungen als Referenz in Sachen SEO, HTML oder Photoshop aufführen konnte. Zuerst habe ich tatsächlich einen Reiseblog ins Leben gerufen, den ich aber schnell wieder gelöscht habe. Ich reise einfach nicht so viel wie beispielsweise Stewardessen. Ich entschied mich für das Thema Fashion, da man Outfit Posts ja recht einfach, schnell und regelmäßig vor der eigenen Hauswand knipsen könnte. Abgesehen davon mich beruflich weiter zu qualifizieren, wollte ich für mich mit meinem Blog einen Platz kreieren, an dem ich meine Kreativität und meine eigenen Ideen frei ausleben kann, ohne dass mir dabei jemand reinredet.

Und so gründete ich im kalten Februar 2017 verschnupft und erkältet Janina loves.

ABOUT THE OUTFIT

Ich liebe Kleider und finde, man kann sie das ganze Jahr über tragen. Im Sommer passen sie allerdings am besten! Ich bestelle meine Kleider übrigens gern bei Alba Moda, dort findet ihr schicke, italienische Mode und schöne, topaktuelle Sommerkleider.

Warum ich heute blogge Part II

Wenn ihr wissen wollt, wie es mir den vergangen 1.5 Jahren mit dem Bloggen ergangen ist, was ich mit Janina loves bisher erreicht habe und was jetzt meine Ziele sind, lasst es mich in den Kommentaren unter diesem Post wissen. Vielleicht gibt es dann ja sogar noch einen Part III…. 🙂

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4 Kommentare

  1. Hallo Janina, mir gings so wie dir Jobmäßig nur dass ich auf lebenslänglich in der Firma arbeiten darf. Ich hatte die Idee mit dem Blog schon als Teenager aber meine Eltern waren dagegen. Vor kurzem (11 Jahre später) habe ich mich getraut. Bei mir ist das allerdings etwas komplizierter mit Weiterbildung neben bei und Schichtdienst.

    LG Sabine

    1. Hi Sabine, irgendwie beruhigend zu hören, dass es anderen ähnlich geht. Es freut mich, dass du dich getraut hast, den Schritt in die Richtung Blog zu machen. Ich drücke dir die Daumen, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst 🙂 xoxo Janina

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