Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Als Instagram seinen Algorithmus 2016 änderte, war der Aufschrei groß. Anstatt dass Bilder in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, erschienen nundie beliebtesten Posts zuerst auf der eigenen Timeline. Facebook hat diese Änderung vorgemacht. 2017 verschärfte Instagram diese Methode mehr und mehr. Heute noch auf Instagram zu wachsen wie die jetzigen großen Blogger einst wurde als beinah unmöglich abgetan. Als ich Anfang 2017 meinen neuen Instagram Kanal startete, dachte ich, ich würde es nie zu irgendeiner Reichweite bringen. Dies gehört übrigens mit zu einem der 5 Dinge die ich vor dem Bloggern gern gewusst hätte. Es gab bereits so viele große Instagrammer und Blogger, deren Posts mit 5.000 – 25.000 Likes pro Bild immer ganz oben angezeigt wurden. Die großen werden immer größer – die kleinen bleiben für immer klein. Diese Gedanken hatten und haben immer noch viele. Aber ist es wirklich viel schwieriger zu wachsen als früher? Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

2012 startete ich erstmal mit einem privaten Account bei Instagram. Irgendwann hab ich ihn öffentlich gemacht und ab und zu Outfit Bilder gepostet. Meine Follower waren jedoch größtenteils (entfernte) Freunde und Bekannte, ich kam nie über 600 Follower und hatten größten Respekt vor Accounts, die es auf die 1.000 Follower Marke gebracht haben. Als ich 2017 mit meinem neuen Account an den Start ging, war der vorher nicht dagewesene Algorithmus bereits verschärft. Trotzdem bin ich bis jetzt mit meinem neuen Account 10 mal so weit gekommen, wie mit meinem alten. Aktuell bringe ich es auf 6.000 Follower. Ich weiß, das ist nicht überragend viel und andere haben in 1 Jahr viel mehr Follower für sich gewinnen können. Der Algorithmus macht es einem schwieriger, aber nicht unmöglich, und es gibt einige Wege um dagegen anzusteuern.

Angekommen in 2018 hat Instagram seinen Algorithmus weiter „perfektioniert“. Ich bin kein Profi und super Versteher des Instagram Algorithmus 2018, die wichtigsten Änderungen, die ich persönlich soweit mitbekommen habe, sind jedoch folgende:

  • deine Posts werden nur noch 10% deiner Follower angezeigt
  • wenn du in Comment Groups aktiv bist, droht der gefürchtete Shadowban
  • du kannst jetzt #hashtags folgen
  • Werbung wird so gekonnt in dein Feed eingefügt, dass du sie kaum noch erkennst
  • Werbung erscheint zwischen den Instastories, die du schaust

Es gibt viele, viele Theorien, was sich vielleicht noch alles geändert haben mag. Da Instagram so gut wie keine Stellungnahmen zu seinem Algorithmus gibt, sind vieles unbestätigte Vermutungen. Änderungen wie Hashtags folgen zu können, zählt jedoch zu einer Tatsache 🙂

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

 

Viele Accounts haben im Januar 2018 bemerkt, dass ihre Reichweite noch weiter eingeschränkt wird. 2017 war es noch das A und O JEDEN Tag zur SELBEN Uhrzeit zu posten, da der Algorithmus den eigenen Account sonst direkt tiefer gestuft hat und die Reichweite schnell gesunken ist. Ich erinnere mich noch, wie während der 1. Jahreshälfte 2017 Instagram mir bei meinem Business Account bei fast jedem meiner Fotos angezeigt hat „dieses Foto performt zu 90% besser als deine bisherigen Posts“. Postete ich ein paar Tage mal nichts, war meine Reichweite im Keller. Postete ich über Wochen regelmäßig zur gleichen Zeit, war meine Reichweite zufriedenstellend bis gut. Zwischen Juli und August hatte mein Account seinen Tiefpunkt. Die Zahl meiner Likes war im Keller und ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich dem bösen Phantom Shadowban zum Opfer gefallen bin. Ich zog mich ein paar Wochen aus Instagram zurück um meinen Account zu „bereinigen“. Diese Reaktion hatte jedoch nur eine noch eingeschränktere Reichweite zur Folge, da wie wir ja alle wissen, ohne eigenes Engagement nicht viel geht. Ich war wirklich verzweifelt und habe dann einfach weitergemacht, meine Bilder wie vorher zu posten. Nach ein paar Wochen stiegen Likes und Reichweite dann wieder.

2018 hab ich das Gefühl, dass es egal ist, ob ich täglich zur gleichen Zeit poste oder ein paar Tage nicht. So oder so werden die Posts ja nur 10% der eigenen Audience angezeigt (außer man steuert dagegen…). 2017 habe ich mich teilweise sehr unter Stress gesetzt, jeden Morgen vor der Arbeit zu posten und in meinen Comment Groups die Posts der anderen zu liken und zu kommentieren. Eine Zeitlang hab ich morgens und abends gepostet, das ist zeitlich jedoch teilweise unmöglich und ob es das gewünschte Resultat von mehr Reichweite erbringt ist fraglich. Auch ich habe im Januar 2018 wiedermal weniger Likes und gesunkene Reichweite erlebt. Und es war mir diesmal egal. Denn ich weiß nun, dass es einfach diese Phasen gibt, wo der Account nicht so gut läuft. Angeblich gibt es ja keinen Shadowban. Somit ist die einzige Möglichkeit, selbst zu hinterfragen, ob der eigene Content gut genug ist. Und ob man selbst aktiv genug ist. Ich habe seit Anfang diesen Jahres die Erfahrung gemacht, dass es egal ist, ob ich täglich poste oder mit ein paar Tagen Pausen. Diese Entwicklung nimmt mir den Stress, den Instagram letztes Jahr in mir verursacht hat. Wenn ich es mal vor der Arbeit nicht schaffe zu posten, dann poste ich halt abends oder erst am nächsten Tag. So what?!

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Im Vordergrund sollte immer der Spaß an der Sache stehen und der soziale Austausch mit der Community. Ja, Instagram ist ein soziales Netzwerk und es LEBT einfach vom sozialen Austausch innerhalb der Community, mit den eigenen Followern oder fremden Accounts. Man sollte immer Spaß daran haben, Content zu kreieren, Bilder zu bearbeiten und sich über die Kommentare und den Austausch mit den anderen Nutzern zu freuen. Man sollte seine Follower nicht als Zahl sehen, sondern als Individuen. Ich weiß, dass Instagram für größere Accounts eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Geldeinnahmequelle ist und somit nicht egal ist und eben nicht nur der Spaß im Vordergrund steht. Und auch für uns kleinere Accounts ist Instagram eine Möglichkeit, irgendwann mal Geld damit zu verdienen. Statistiken sagen, dass Firmen 2016 noch 2 Milliarden Dollar für Werbung auf Instagram ausgegeben haben. 2018 soll sich diese Zahl mit 5,5 Milliarden Dollar fast verdreifachen. Aber was bringt einem Geld, wenn man keinen Spaß bei der Sache hat? 🙂

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist? Nun, man kann ihn eh nicht ändern. Wie gesagt, habe ich das Gefühl, dass die Änderungen 2018 mir den Instagram-Post-Stress nehmen. Instagram ist und bleibt meine Lieblingsapp, auch wenn sie manchmal nervt. Dann lege ich das Handy einfach mal zur Seite und beschäftige mich mit irgendetwas anderem.

For the record: dies alles sind nur meine persönlichen Erfahrungen, nichts offizielles und es kann gut sein, dass ich die ein oder andere Änderung verschlafen habe 😉

Jetzt freue ich mich sehr auf EURE KOMMENTARE zu dem Thema! Was nervt euch am meisten an Instagram Algorithmus Änderungen? Wie geht ihr damit um? Wie steuert ihr dagegen?

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Outfit:

Mantel: Mango

Hose: Mango

Bluse: VILA

Boots: s.Oliver

Location:

Zwinger, Dresden

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

Warum mir Instagrams Algorithmus (nicht) egal ist

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16 Kommentare

  1. Instagram macht mir weniger Sorgen, als mein Blog. Denn ab dem 25. Mai tritt das neue Datenschutzgesetz in kraft. Daran müssen sich alle Blogs halten, die als „gewerblich“ gelten. Leider sind das alle Blogs, die auf irgend eine Weise einen entgeltlichen Vorteil erwirtschaften, egal, ob sie nur ein paar Cent oder 1 Million verdienen.
    LG Elke

    1. Hallo Elke, vielen Dank für deinen Kommentar. Was genau macht dir dabei Angst? Ich finde in Deutschland wird es momentan wieder alles ein bisschen übertrieben. Alles muss als Werbung gekennzeichnet werden, etc. In anderen Ländern ist das total egal 🙂 aber was solls…
      xoxo Janina

  2. Ich finde Instagram ist echt so eine Hass-Liebe. Mal ist es ganz toll, weil man viele Inspirationen bekommt und dann bekommt man genau die nicht, weil einem nur Werbung angezeigt wird. Alles in allem soll Instagram definitiv Spaß machen und ich glaube man muss sich selbst von dem Gedanken befreien mit aller Kraft wachsen zu wollen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

    1. Da hast du Recht, ich glaube, wenn man sich von dem Gedanken befreit, mit aller Kraft wachsen zu wollen, kann man erst richtig durchstarten 🙂 und zwar einfach mit Spaß, Leidenschaft und dem Willen, sich einfach austauschen zu wollen 🙂
      xoxo Janina

    1. Hallo Katrin, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke, wenn man von Instagram genervt ist, tut es gut, die App mal etwas App sein zu lassen und sich nicht drum zu kümmern.
      xoxo Janina

  3. Wichtigster Punkt: es sollte Spaß machen, da stimme ich dir voll und ganz zu. Meiner Meinung nach sollte Indtagram nicht unser Leben bestimmen. Auch ich finde es schade, dass kleinen Blogs so die Chance genommen wird zu wachsen. Dies ist scheinbar nur mit gutem Content möglich, aber auch der muss ja auch von vielen gesehen werden. Blog und Instagram – beides kostet viel Arbeit, Zeit und Mühe. Natürlich wünscht man sich Anerkennung und Wertschätzung. Ich habe Anfang Februar angefangen mit Blog und Instagram und merke auch wie schwierig es ist, Reichweite aufzubauen. Was mich am meisten nervt ist dieses Follow/Unfollow von merkwürdigen Seiten oder Accounts, die so ihre Followerzahl hochpushen wollen. Dafür bin ich wohl zu ehrlich. Ich mache auch weiter wie bisher, denn ich habe großen Spaß daran und das ist in erster Linie das, was zählt.
    Liebe Grüße
    Doreen
    http://www.kuestengezwitscher.de

    1. Hallo Doreen, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar 🙂 Blog und Instagram kostet ja nicht nur Arbeit, Zeit und Mühe, sondern auch Geld 😮 Du hast Recht, Klicks oder Likes und Follows sind einfach auch Anerkennung und Wertschätzung für uns. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem neuen Blog, lass dich nicht unterkriegen 🙂
      xoxo Janina

  4. Mich nervt das ganze auch ziemlich, aber man kann ja echt nichts machen. Mittlerweile poste ich auch, wann ich will (aber schon täglich), obwohl ich nicht denke, das mein Account irgendwann mal ganz groß werden wird. Da müsste schon ein Wunder passieren haha 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

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