Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

in letzter Zeit wurde ich öfter gefragt wie es dazu kam, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe. Diese Fragen haben mich selbst zum Nachdenken gebracht, denn es gab mehrere Gründe, die mich dazu bewegt haben. Eben nicht nur diesen einen einzigen Grund oder einen einzelnen Anlass. Dieser persönliche Post beschäftigt sich damit wie alles begann und warum ich heute blogge PartI.

„Wie alles begann“

Begonnen hat das Ganze schon vor knapp 4 Jahren. Innerhalb meines Studiums stand ein 7 monatiges Praktikum an, welches ich in einer PR- und Marketingagentur verbracht habe. PR war damals mein Traum und als ich nach meiner 1. Bewerbung bereits die Zusage für einen Platz in einer solchen Agentur angeboten bekam, war ich mir sicher, „das ist es!“

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

„Das ist es!“

Wir erinnern uns an Samantha Jones in Sex & and the City, wie sie in einem gläsernen Office über die Skyline von New York blickt, ein Model als Freund hat und so viel Einkommen erzielt, dass sie ausschließlich Louis Vuitton, Chanel und Pelze trägt. Überraschung! Ein PR Praktikum in Hannover hat absolut KEINE dieser Eigenschaften mit sich gebracht. Während ich mir das Ganze damals als kreativen, abwechslungsreichen und spannenden Beruf vorstellte, fand ich mich dabei wieder, Excell Dateien auszufüllen, Kunden anzurufen und die Post zu machen (ab und zu durfte ich auch mal was schreiben). Die Kombination aus Langeweile und nervigen Tabellen lies mich abdriften.

Ich weiß nicht mehr genau wie es dazu kam, dass ich zum 1. mal auf einen Fashionblog surfte, es kam sicher über Instagram oder Facebook irgendwie in meinen Kopf. Ich weiß nur noch, dass es damals zu meiner neuen Hauptbeschäftigung zählte (während der Arbeit) mich auf Fashionblog rumzutreiben. Damals zählte Mariannan zu meiner absoluten Lieblingsbloggerin. Zu dieser Zeit lernte ich auch The Blonde Salad oder Kayture kennen und verlor mich in dieser Welt aus Louis Vuitton Neverful, Macarons, Flat Lays und perfekten Interior Designs. Wie kam es zu dieser Faszination von Bloggern, also fremden Mädchen, die auf ihrer Internetseite ihr vermeintlich perfektes Leben zur Schau stellten?

Es lag nicht nur daran, dass mir während des Praktikums langweilig war. Der Grund mich in diese irreale Traumwelt zu verkriechen lag insbesondere darin, dass ich einfach unzufrieden mit meinem Leben war. Und je mehr ich mich auf Blogs und Instagram aufhielt, umso unzufriedener wurde ich. Wobei ich dazu sagen muss, dass die schöne Scheinwelt der Blogs nicht primär der Grund dafür war, dass ich unzufrieden war.

Ich war 23, ich war Single, ich habe bei meinen Eltern gewohnt und ein unbezahltes Praktikum absolviert, was mir noch nicht einmal Spaß machte. Nach mehreren Jahren im Ausland habe ich mich dazu entschieden, vorerst wieder in die Heimat zurückzugehen. Es war im Nachhinein vielleicht nicht die beste Idee wieder bei meinen Eltern einzuziehen, allerdings die einfachste und kostengünstigste. So ziemlich alle meine alten Freunde in der Heimat hatten eine Beziehung und teilweise auch schon gemeinsame Wohnungen. Und ich wollte einfach noch ein bisschen Party machen…

Ich habe die 7 Monate Praktikum hinter mich gebracht, was mir damals wie die ewige Unendlichkeit vorkam. Ich habe die Datingszene in Hannover ausgekundschaftet oder mich mit meiner damals einzigen Single Freundin in Bars betrunken. Als sich das Praktikum langsam dem Ende neigte, wagte ich es und fing selbst mit einem eigenen Blog an. Damals noch über Blogger bzw. Blogspot und nur mit meinem iPhone als Kamera. Ich hatte absolut keine Strategie und auch keine Ziele, die ich erreichen wollte. Unregelmäßig postete ich Selfies, Essensbilder oder Fotos in der Umkleide. Ich wollte unbedingt so sein wie die coolen hübschen Blogger Mädchen, so sehr, dass ich es dann irgendwann selbst versuchte. Wenn ich mir jetzt die Bilder von damals anschaue finde ich sie süß und außerdem schade, dass ich irgendwann nicht mehr weiter gemacht habe. Damals wollte ich jemand sein, der nicht war. Ein Mädchen mit einem perfekten Leben. Ich habe davon geträumt, dieses Mädchen zu sein. Aber wenn man sein Leben träumt, lebt man nicht seinen Traum, oder?

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

„Aber wenn man sein Leben träumt, lebt man nicht seinen Traum, oder?“

Nachdem ich mit dem Bachelor fertig war und mich arbeitslos gemeldet habe, habe ich in den Formularen angegeben, dass ich als Fashionbloggerin tätig sein möchte. Ich frage mich, was der Beamte wohl gedacht hat, als er meine Unterlagen gelesen hat. Oder was er gesagt hätte, hätte ich das Beratungsgespräch mit ihm gehabt. Dazu kam es nämlich nicht mehr, da ich meinen jetzigen Job bei einem Touristikkonzern angenommen habe. Mit Beginn der Vollzeitberufstätigkeit endeten meine Blogger Pläne (vorerst). Ich war zunächst froh, dass ich einen richtigen Job hatte, und HEY bei 40 Stunden Büro die Woche (Minimum) bleibt ja auch nicht mehr soo viel Freizeit. Fashionblogs? Total oberflächlich fand ich schließlich. Immer auf der Jagd nach dem perfekten Schnapschuss? Mega stressig. Ende 2015 war es also vorbei mit dem Bloggen, mit dem Träumen, mit der Suche nach dem perfekten Leben… aber war die Suche wirklich schon vorbei?

…to be continued…

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

Wie alles begann und warum ich heute blogge Part I

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1 Kommentar

  1. Sehr spannend, mal zu erfahren, wie alles begann. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil. Schön, dass du offensichtlich wieder zum Bloggen gefunden hast.
    Die Tasche habe ich übrigens auch, die ist wundervoll. 🙂

    Hab noch ein schönes Wochenende.
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

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